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Über die Kunst zum Glück und zu mir

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Es wäre falsch zu sagen, dass Kunst und kreatives Schaffen grundsätzlich glücklich macht. Es gab durchaus Zeiten in meinem Leben, da hat mich die Kunst alles andere als glücklich gemacht. Ich war frustriert, blockiert und zweifelte an meinem Können. Ich war lange Zeit nicht in der Lage zu malen, weil ich  immer die Erwartung hatte, ein schönes Ergebnis zu produzieren und Bestätigung dafür zu bekommen. Ich hatte jedoch immer die Vision, von einem kreativen, kunstvollen Leben. Diese Vision habe ich nie aufgegeben, sondern ich bin ihr durch Höhen und Tiefen gefolgt. Der Weg hat sich gelohnt:  ich habe letztenendes tatsächlich über die Kunst zu Glück, Erfüllung, seelischem Wohlbefinden  – und vor allem zu mir selbst gefunden.

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Im Reich der Farben und der Fantasie

Seit ich mich erinnern kann waren Kreativiät und Fantasie meine größten Ressourcen. Wenn ich als Kind meine Augen schloss, versank ich in fantastischen Landschaften aus Formen und Farben. Ich träumte mir die schönsten Bilder. Alles in meinem Leben hatte eine bestimmte Farbe oder unterschiedliche Lichtverhältnisse:  Stimmungen, Gefühle, Umgebungen, Menschen, Zahlen. Das war für mich normal und ich stellte nichts in Frage. Ich war umhüllt und geborgen in meiner ganz eigenen fantastischen Welt.

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Fad und farblos

Mit der Schulzeit verlor ich langsam den Zugang zu dieser Welt. Die Farben wurden blasser und der Zauber verschwand. Die mittelmäßige Realität holte mich ein. Alles wurde fad und farblos. Ich orientierte mich an anderen und fing an, mich zu vergleichen und mich infragezustellen. Ich erinnere mich noch gut das unwohle Gefühl in meinem Bauch und die Farblosigkeit. Das blasse, gelbgraue Licht, dass mich zwar blendete – aber nicht strahlte. Ich dachte es sei normal, wenn man erwachsen wird, dass der Zauber der Farben verschwindet – aber ich gab meine Hoffnung nie auf, irgendwann die Farben und dieses Gefühl von Glückseligkeit  wiederzufinden.

Künstlerisch wertvoll

Eigentlich hätte ich am liebsten freie Kunst studiert, doch ich zweifelte  daran, dass meine Kunst gut genug für die Kunsthochschule war. Ich traute mich nicht, meine Mappe einzureichen, aus Angst, ich würde nicht angenommen werden und meine Bilder könnten nicht „künstlerisch wertvoll“ genug sein. Ich entschied mich für eine Alternative und studierte Kommunikationsdesign.

Die Zeit des Studiums genoss ich sehr. Endlich war ich von anderen kreativen Menschen umgeben und fand Gleichgesinnte. Ich fühlte mich lebendig und meine Farben, die während der Schulzeit verblasst waren, wurden wieder tief und satt.

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Ich hatte das Glück, einen Creative Director einer großen, bekannten Werbeagentur in meiner Abschlussprüfung sitzen zu haben, der mir direkt ein Volontariat in seinem Team anbot. Ich fühlte mich geehrt und war stolz. Das war der Traum eines jeden Kommunikationsdesigners. Es bedeutete die Eintrittskarte in die große, schillernde Werbewelt!

Sinnlosigkeit

Die Ernüchterung kam jedoch schnell. Ich fand den Job alles andere, als kreativ. Es fehlte mir an Sinn. Ich konnte es kaum ertragen, den ganzen Tag vor dem Mac zu sitzen oder im Schneideraum Präsentationspappen aufzuziehen. Ich fing wieder an, an mir und meinem Leben zu zweifeln und verurteilte mich dafür, dass ich nicht hart genug war, dass ich zu empfindsam und unzufrieden war – anstatt dankbar zu sein, für die Chance, die mir das Leben bot!

Ich versuchte mich zum Malen zu zwingen, um mein Bild von meinem künstlerischem Leben aufrecht zu erhalten – aber es ging nicht mehr. Ich konnte nicht mehr malen. Ich saß häufig vor einem weißen Blatt Papier, aber ich konnte keinen Strich machen. Ich war vollkommen blockiert. Ich wußte bereits bevor ich angefangen hatte, dass ich vom Ergebnis und von mir selber enttäuscht sein würde. Also ließ ich es lieber gleich, um mir die schrecklichen Gefühle und Gedanken zu ersparen. Als Kommunikationsdesignerin hatte ich den Anpruch immer ein perfektes Ergebnis zu erzielen, dass sich, oder ein Produkt, gut verkauft. Damals fand ich es sinnlos, einfach nur ziellos vor mich hinzumalen.

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Ohnmacht – Selbstentfremdung – Bournout

Ich bekam Albträume und mein unwohles Gefühl im Bauch, dass ich zuletzt während der Schulzeit hatte kam zurück. Ich versuchte mich zusammenzureissen, aber ich schaffte es nicht, meine körperlichen und seelischen Signale zu unterdrücken. Sie waren stärker. Irgendwann war es so schlimm, dass ich kaum noch in der Lage war, für mich zu sorgen. Ich schaffte es nicht einmal mehr, meinen Einkauf zu erledigen. Ich stand im Supermarkt und war überfordert, weil ich nicht wusste, was ich für mich brauchte. Ich hatte jegliches Gefühl für mich verloren. Ich war wie eine Fremde für mich, die nur auf Anweisungen von außen reagiert. Innerlich war ich leer. Ich fühlte mich ohnmächtig, verloren und leblos. Wie eine Marionette, die jemanden braucht, der ihre Fäden zieht. Dieses Phänomen würde man heute wohl „Bourn-out“ nennen. Ich nenne es Selbstentfremdung. Ich hatte kleinerlei Bezug mehr zu mir und meinen Bedürfnissen. Ich hatte jegliches Gefühl für mich selber verloren. Und ich war weit weg von meinen Farben und meiner Vision.

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Zum Glück waren meine psychosomatischen Symptome so stark und offensichtlich, dass ich eine Entscheidung treffen musste und meine meine Karriere beendete, bevor sie angefangen hatte.  Ich wollte meine Farben wiederfinden und meiner Vision folgen. Ich wollte mein kreatives Potenzial und meine künstlerischen Fähigkeiten nicht vergeuden, sondern für etwas Positives, Sinnvolles, Wertvolles zu nutzen. Etwas, das mich erfüllt und glücklich macht!

Und so führte mein Weg mich zur Gestalt-Kunsttherapie. In meiner Weiterbildung zur Kunsttherapeutin erfuhr ich am eigenen Leib, dass Kunst wirkt – und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf Körper, Geist und Seele!

„Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“ (Paul Klee)

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Über die Kunst haben wir die Möglichkeit uns non-verbal auszudrücken. Gefühle, Stimmungen und Gedanken tauchen eher in Bildern auf, als in Worten. Unsere Bilder geben uns Aufschluss über Unbewusstes. Sie sind wie ein Spiegel, in dem sichtbar wird, was uns bewegt – bzw. was uns blockiert und behindert. Wir können Ängste, Sorgen, Schmerzen oder belastende Gedanken von der Seele malen. Auf dem Papier sind sie nicht mehr Teil von uns und so verlieren sie oft das Bedrohliche. Innere Freiräume können entstehen. Wünschen, Erwartungen oder Träumen kann Ausdruck verliehen werden. Der Zugang zu unbewusstem Material ist über Farbe und Form direkter. Aber auch ungeahnte kreative Fähigkeiten kommen ans Tageslicht und können genutzt und in den Alltag integriert werden.

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Über die Kunst habe ich gelernt meine Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und zum Ausdruck zu bringen – und mich so, wie ich bin, anzuerkennen, zu lieben und zu wertschätzen. Ich habe mit Verdrängtem, Ungeliebtem und Vergessenem intensiv und kreativ auseinandergestzt und es wohlwollend angenommen, akzeptiert und integriert.

„Der Umgang mit Farben beim Malen wirkt heilend auf die grau gewordenen, versiegenden oder verzerrten Empfindungen zurück“ (Otto Wolff)

Über meine Bilder war es möglich, mir meiner Ressourcen und Potenziale bewusst zu werden, diese zu entfalten und für meine persönliche Weiterentwicklung zu nutzen. Ich habe erkannt, dass meine vermeintlichen Schwächen in Warheit meine größten Stärken sind, und dass ich voller Möglichkeiten bin. Ich habe die Macht, selbst zu bestimmen und mein Leben so zu gestalten, wie ich es wünsche.

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Ich fand über die Kunsttherapie nicht nur meine Berufung und meine Farben wieder, sondern das Wertvollste und Fantastischste was ich fand, war ich selbst!

Ich möchte auch Dich bestärken und motivieren, Dich auf kreative Weise mit Dir auseinanderzusetzen, Dir selbst zu begegnen und Dich weiterzuentwickeln.Werde Dir Deiner Potenziale und Fähigkeiten bewusst und nutze sie,  um Dein Leben so zu gestalten, wie Du es Dir immer gewünscht hast!

Britta Lindenberg von Kunstwohl

13 Kommentare

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